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Jeder Körper ist im normalen Zustand elektrisch neutral geladen, d.h. er beinhaltet gleich viele positiv Gleichartige Ladungen stossen sich ab, während verschiedenartige sich anziehen.
Werden nun verschiedenartige Ladungen voneinander getrennt, so muss gegen deren Anziehungskraft eine Arbeit verrichtet werden. Diese Arbeit ist dann als Energie in den Ladungen gespeichert, wodurch zwischen diesen eine Spannung besteht.
In der Realität ist ein elektrisches Feld aber nie dermassen gleichmässig, da viele verschiedene (auch unter-schiedlich starke) Punktladungen vorkommen. Die nachfolgende stark vereinfachte Darstellung soll eine Ahnung vermitteln wie die Situation bezüglich elektrischer Felder in einem Schlafzimmer aussehen kann:
Positive Ladungen sind hier rot dargestellt, negative bzw. auf Erdpotential liegende Ladungen blau. In der Wand verlegt ist ein Elektrokabel, auf den Nachttischen befindet sich je eine Lampe und an der oberen Wand sind zwei Heizkörper installiert.
Auch die Erde weist ein elektrisches (Gleich)-Feld auf, welches durch das Wetter beeinflusst wird. Bei Gewitter z.B. treten jeweils hohe Feldstärken auf. Eine wetterfühlige Person spürt jeweilige Veränderungen des Luftdrucks bzw. des elektrischen Erdfeldes und müsste folglich als elektrosensibel bezeichnet werden. Paradoxerweise glauben die meisten Menschen zwar, dass es Wetterfühligkeit gibt, können sich aber nicht vorstellen, dass jemand etwa Kopfweh durch ein eingeschaltetes Handy in der Nähe bekommt. (Mehr zu natürlichen elektrischen und magnetischen Feldern hier.)
Überall wo Spannungen anliegen (hauptsächlich elektrische Leitungen) enstehen auch elektrische Felder. Somit entsteht Elektrosmog bereits, wenn ein elektrischer Verbraucher (z.B. Lampe) an einer Steckdose angeschlossen ist, ohne schon in Betrieb zu sein (Lampe leuchtet). Ein elektrisches Gleichfeld (Elektrostatik) entsteht bei Gleichspannung, ein elektrisches Wechselfeld bei Wechsel-spannung (wie in jedem Haushalt). Masseinheit für elektrische Felder ist V/m (Volt pro Meter).
Die folgende Animation zeigt, wie sich ein elektrisches Wechselfeld zweier Punktladungen verhalten würde:
Analog zum vorhergehenden Bild befindet sich hier beim Start der Animation die positive Ladung oben und die negative Ladung unten. Während der Animation schwingt die positive Ladung nach unten und die negative nach oben (Wechselfeld). Der Betrag der elektrischen Feldstärke wird mittels Farben symbolisiert (rot: positiv, blau: negativ). Die schwarzen Pfeile deuten Richtung und Stärke des Energieflusses an.
Kapazitive (bzw. elektrische) Ankopplung
Bringt man einen elektrisch leitfähigen Körper (z.B. einen Menschen) in ein bestehendes elektrisches Feld, so geschehen zwei Dinge:
Im zweiten Fall spricht man auch von kapazitiver Ankopplung, da sich der Körper an das bestehende elektrische Feld ankoppelt. Konkret erhöht sich bei einem Menschen die Körperspannung gegen Erde, wenn er sich in einem elektrischen Feld nahe der Feldquelle befindet (in der Nähe einer Feldsenke dagegen sinkt diese). Die Körperspannungsmessung ist ein hilfreiches Mittel, um den Einfluss eines bestehenden elektrischen Feldes (oder mehrerer) bewerten zu können, darf aber unter keinen Umständen isoliert eingesetzt werden, um etwa den Erfolg durchgeführter Sanierungsmassnahmen (z.B. geerdeter Abschirmdecken- oder matten) nachzuweisen. Masseinheit für die Körperspannung ist mV (Milivolt). |

Ladungen umgeben sich immer mit einem elektrischen Feld. Um sich die dort herrschenden Kräfte besser vorstellen zu können, werden grafisch sogenannte Feldlinien eingesetzt. Diese gehen von positiven Ladungen aus und enden bei negativen. Feldlinien sind reine Denkhilfen, entsprechen also nicht der physikalischen Realität. Bei zwei Punktladungen unterschiedlicher Polarität ergibt sich mittels Feldlinien folgendes Bild:


