Hauptverursacher im Hochfrequenz-Bereich

(*sendet ununterbrochen)

 

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Mobiltelefon:

Im Vergleich mit anderen hochfrequenten Strahlungsquellen nimmt das Handy in Bezug auf die dreamstime_2669766-kleinabgestrahlte Leistung den absoluten Spitzenplatz ein. Leider werden diese Geräte nach wie vor nach (nur auf thermischen Effekten beruhenden) SAR-Werten eingeteilt, was deren Gefährlichkeit verschleiert. Unter realistischen Bedingungen durchgeführte Messungen ergeben jeweils, dass ein Handy wenn es sendet, auf der Oberfläche des menschlichen Gehirns Feldstärken von über 92 V/m verursacht. Dies entspricht dem 15-fachen des höchstzu-lässigen nationalen Grenzwertes für Mobilfunkanlagen und mehr als dem 15'300-fachen des baubiologischen Richtwertes für elektromagnetische Wellen.

Ein Handy strahlt übrigens nicht nur, während eines Telefonates oder beim Versenden von SMS/MMS etc. sondern auch wenn es sich z.B. auf einer Auto- oder Zugfahrt ständig bei Mobilfunkantennen an- und abmelden muss. Ausserdem schickt es in unterschiedlichen Abständen Signale an Mobilfunkantennen im Sende-/Empfangsbereich, um diesen mitzuteilen, wo es sich befindet (periodic location update = PLU).

Unter diesen Umständen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Mobiltelefonen mehr als angezeigt. Im Übrigen sollten für Telefonate spezielle Headsets verwendet werden, bei denen es zu keinen Hochfrequenz-Überkopplungen über das Kabel kommen kann (das Metall in einem normalen Headset-Kabel, meist Kupfer, wirkt als Antenne und leitet so hochfrequente Strahlung direkt ins Ohr).

Besonders empfehlenswert sind übrigens Smartphones - im Speziellen der Marke Nokia (bei diesen funktioniert das Navi von Hause aus nämlich auch im Offline-Modus, was sonst nur mit kostenpflichtigen Apps z.B. Navigon möglich ist) - weil hier jegliche Strahlung deaktiviert werden kann ("Flugmodus" oder "Offline"-Modus) und das Gerät trotzdem wie ein Mini-Laptop weiter genutzt werden kann (z.B. Wecker, Kamera, Agenda, Rechner, Offline-Wikipedia etc.). Selbstverständlich ist das Telefonieren und Senden oder Empfangen von SMS/MMS etc. dann nicht möglich, aber man kann ja z.B. das Telefon ab und zu auf "Online" umschalten, um diese Funktionen nutzen zu können bzw. nachzuschauen, ob man Anrufe oder Nachrichten erhalten hat.

 

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Mikrowellenherd:

Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, welche Strahlung ein Mikrowellenherd verursacht. dreamstime_12131904-kleinEnorm wichtig ist die regelmässige Reinigung der Gummi-Dichtungen, da hier und beim Sichtfenster in der Regel Leckstrahlung austritt. Dringend gewarnt werden muss vor dem Aufenthalt in Gerätenähe, wenn dieses betrieben wird. Auch sollte es keinesfalls leer betrieben werden, da dann die Strahlung am stärksten ist (in 5 cm Abstand bis zu 40 V/m; in 30 cm Abstand noch etwa 23 V/m, also beinahe das 4-fache des höchstzulässigen nationalen Grenzwertes für Mobilfunkanlagen). Aber auch bei normalem Gebrauch (nicht leer) erzeugt ein Mikrowellenherd auf 2.45 GHz noch äusserst starke hochfrequente Strahlung, da die meisten Geräte nicht dicht sind. Wird so ein Gerät betrieben, sollte ein Mindestabstand von mehreren Metern eingehalten werden. (Ausserdem ergibt sich durch die Bestrahlung von Lebensmitteln ein negativer Effekt auf deren Wertigkeit.)

 

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Schnurlostelefon (DECT)*:

In den meisten Haushalten zu finden sind Schnurlostelefone nach dem DECT-Standard. Deren dreamstime_8275608-kleinBasisstationen senden ununterbrochen Tag und Nacht und erzeugen in 30 cm Abstand elektrische Feldstärken von über 7 V/m, also mehr als für Mobilfunkantennen in einer Wohnung erlaubt ist. Sobald man damit telefoniert, verursacht das Hörerteil noch zusätzlich erhebliche Feldstärken in nächster Nähe zum menschlichen Gehirn. Es ist dringend zu empfehlen schnurgebundene Apparate zu verwenden und falls man das nicht möchte strahlungsreduzierte Schnurlostelefone. Beim Kauf eines solchen sollte darauf geachtet werden, dass die Basisstation überhaupt nicht sendet, wenn nicht telefoniert wird (egal, ob das Hörerteil in der Ladeschale steht oder sonstwo). Ausserdem sollte eine automatische oder wenigstens manuelle Leistungsregelung vorhanden sein, da DECT-Basisstationen bis zu mehreren Hundert Metern weit senden können, was kaum jemand wirklich benötigt. Achten Sie auf die Bezeichnung "Full-eco", die dafür steht, dass die Basisstation wirklich nur dann sendet, wenn es unbedingt nötig ist (also bei einem ankommenden oder abgehenden Anruf).

 

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Wireless Local Area Network (WLAN)*:

Geräte die in ein solches Netzwerk eingebunden werden können, sind wie Schnurlostelefonedreamstime_2401527-klein Dauersender und erzeugen auch beinahe so hohe Feldstärken (in 30 cm Abstand bis zu 6.1 V/m). Aufgrund ihrer Pulsung mit 10 Hz sind WLAN-Geräte sogar noch schädlicher als DECT (diese sind mit 100 Hz gepulst), da auf dieser Frequenz auch menschliche Hirnwellen (Alpha-Wellen) arbeiten. Deshalb sollte WLAN überhaupt nicht genutzt und auf kabel-gebundene Datenübertragung gesetzt werden. Falls auf den Einsatz dieser Technologie nicht verzichtet werden will, so sollten derartige Geräte bei Nichtgebrauch unbedingt ausgeschaltet werden (insbesondere nachts, da dann der menschliche Organismus am Angreifbarsten ist). Bei jedem Kauf von Elektronik-Geräten sollte auch daran gedacht werden, dass moderne Technik meist WLAN-fähig und dies  oft standardmässig aktiviert ist.

 

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Mobilfunkantenne*:

Wenn darauf keine direkte Sicht und eine Entfernung von mehreren Hundert Metern be-dreamstime_2655807-kleinsteht, ist die Strahlenbelastung durch eine Mobilfunkantenne innerhalb einer Wohnung oft gar nicht so hoch, wie man eigentlich meint. Vielfach schafft man sich durch den "hausgemachten" Elektrosmog erst eine wahre "Strahlenhölle" (insbesondere DECT und WLAN). Trotz dieses Umstandes sind aber die erzeugten Feldstärken in und vor allem um Wohnungen immer noch viel zu hoch. Setzt man die maximal zulässige Feldstärke von 6 V/m in einer Wohnung in Relation zur Mindest-Nutzfeldstärke von 0.00035 V/m (also dem tiefsten Wert, bei dem ein Handy noch optimal arbeitet), so wird dies offensichtlich. Grundsätzlich gilt, je weiter weg von Menschen eine Antenne ist (natürlich auch Rundfunk- und TV-Antennen), desto geringer die Strahlenbelastung (diese nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab: z.B. Verdoppelung des Abstandes zur Antenne = 4 mal niedrigerer Wert).

Oft wird behauptet, dass die Gesamtbelastung sinke, wenn man mehr Antennen baue und diese näher zu den telefonierenden Menschen bringe. Es ist zwar korrekt, dass ein Handy bei gutem Empfang seine Sendeleistung herunterfährt, doch besteht mit den bestehenden Mobilfunkantennen mittlerweile schon in den abgelegensten Winkeln guter Empfang (Mindest-Nutzfeldstärke: 0.00035 V/m). Handys werden also nicht noch weniger strahlen, wenn mehr Antennen gebaut  oder diese näher zu den Handy-Nutzern gebracht werden. Im Weiteren verursacht ein Handy auch noch bei optimalem Empfang extrem hohe Feldstärken und wenn nun noch mehr Mobilfunkantennen in Betrieb genommen werden, steigt die Strahlenbelastung immer weiter.

Direkt unter einer Mobilfunkanlage sei die Strahlung am niedrigsten, ist eine andere oft angeführte Behauptung. Alleine schon aufgrund von Nebenkeulen und Reflexionen an anderen Gebäuden oder sonstigen Gegenständen, ist abschätzbar, dass dies nicht stimmen kann (bei Abschattung hingegen ist die Strahlung wirklich am niedrigsten, siehe das zweitletzte Bild bei vorhergehendem Link). Den klaren Beweis, dass diese Behauptung nicht zutrifft, bringen letztendlich die errechneten Werte in offiziellen Standortdatenblättern ( 1 / 2 / 3 ).

 

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Die Liste der Elektrosmog verursachenden Geräte im Hochfrequenz-Bereich könnte noch seitenlang fortgesetzt werden, da es unzählige Anwendungen gibt. Folgende allgemein gültigen Ratschläge können aber gegeben werden:

  1. Wenn irgendwie möglich drahtgebundene Technik verwenden - diese ist auch weniger störungsanfällig. 
  2. Drahtlos arbeitende Technik nur einschalten, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.
  3. Keine derartigen Geräte in Nähe zum Schlafzimmer betreiben - nachts sollte sich der Körper erholen können.
  4. Beim Kauf neuer Drahtlos-Geräte darauf achten, dass diese nur dann strahlen, wenn sie unbedingt müssen z.B. Babyphones, die nur senden, wenn sie ein Geräusch wahrnehmen (Babyphone und Kabel so weit weg vom Kind wie möglich anbringen).
     

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