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Hauptverursacher im Niederfrequenz-Bereich

Radiowecker / Netzteile:
Das grösste Übel bei einem netzbetriebenen Radiowecker ist der verbaute Transformator (kurz "Trafo"), welcher noch in 30 cm Abstand elektrische Feldstärken von bis zu 150 V/m und magnetische Flussdichten bis zu 400 nT (ab da Verdopplung des Kinderleukämie-Risikos) erzeugt. Die gleichen Werte wie direkt unter einer Hochspannungsleitung erhält man, wenn man sich in weniger als 20 cm Abstand zu einem Radiowecker befindet. Erst in über 1.5 m Abstand zum Gerät, sinkt die Strahlung langsam in einen gesundheitlich unkritischen Bereich. Aus Vorsorgegründen sollte ein Mindestabstand von 2 m zu einem netzbetriebenen Radiowecker eingehalten werden, oder ein batteriebetriebenes Modell angeschafft werden.
Wichtig: Da ein Radiowecker dauernd mit Strom versorgt werden muss, würde der Einbau eines Netzabkopplers nichts bringen, da jener nur dann das Netz abkoppeln kann, wenn kein (bzw. nur sehr wenig) Strom fliesst.
Transformatoren befinden sich auch in "klassischen" Netzteilen (≠ Schaltnetzteil!). Gut erkennbar sind diese aufgrund ihres hohen Gewichts und meist grösserer Abmessungen gegenüber Schaltnetzteilen (z.B. Handy-"Ladegerät"). Wie beim Radiowecker, sollte also zu "klassischen" Netzteilen ein grosser Abstand eingehalten und diese nicht im Schlafzimmer betrieben werden. Schaltnetzteile verursachen zwar vergleichsweise weniger Elektrosmog, dafür aber auf höheren Frequenzen, was gesundheitlich als kritischer beurteilt werden muss. Der Vollständigkeit halber muss auch erwähnt werden, dass in Schaltnetzteilen ebenfalls ein (Hochfrequenz-) Transformator verbaut ist, der aber keinen grossen und schweren Eisenkern besitzt, wie die "klassischen" Transformatoren.


Induktions-Kochherd:
Von allen Geräten in einem durchschnittlichen Haushalt verursacht ein Induktions-Kochherd mit Abstand die stärksten magnetischen Wechselfelder. Im schlechtesten Fall d.h. wenn ungünstige Pfannen verwendet und diese auch noch schlecht positioniert werden, entstehen in 1 cm Entfernung vom Glaskeramikkochfeld Magnetfelder von bis zu 35'000 nT also dem 35-fachen des Anlagegrenzwertes für Hochspannungsleitungen. Aber auch bei Verwendung einer günstigen Pfanne und optimaler Positionierung verursacht ein Induktions-Kochherd bei dieser Distanz immer noch Magnetfelder von über 3000 nT. Beim Kochen hält man meist etwa einen Abstand von 15 cm zum Rand des Glaskeramikkochfeldes ein und wird dort trotzdem noch einem magnetischen Wechselfeld von 1000 bis 10'000 nT (je nach Situation) ausgesetzt. Also wird auch hier im Minimum der Grenzwert für eine Hochspannungsleitung erreicht ("normale" Glaskeramikkochfelder verursachen in 15 cm Entfernung durschnittlich 300 - 400 nT).

Hoch- / Niederspannungsfreileitung:
In der Landschaft kaum zu übersehen sind jeweils die Hoch- und Niederspannungsfreileitungen. Abhängig von Stromstärke und den Abständen zwischen den Strom führenden Leitern bildet sich je nach Situation ein massives magnetisches Wechselfeld um die Leitungen. Da die genannten Faktoren stark variieren - insbesondere die Stromstärke - können die erzeugten Magnetfelder in ihrer Stärke auch extrem unterschiedlich sein. Auf der absolut sicheren Seite ist man jedenfalls, wenn man in über 200 m Entfernung zu jeglichen Freileitungen wohnt, da dann davon erzeugte Magnetfelder kaum mehr kritische Werte aufweisen. Bei Wohnungen bzw. Häusern die sich näher als 200 m bei einer Freileitung befinden, empfiehlt sich eine messtechnische Beurteilung der Situation - ganz besonders, wenn im Haushalt geschwächte Personen leben.

Magnetisierte Fahrzeugräder:
Bei Motorfahrzeugen werden, abhängig von Fahrgeschwindigkeit und Reifen zum Teil extrem starke magnetische Felder durch magnetisierte Räder verursacht. Fahrzeugreifen weisen Stahleinlagen auf, welche möglicherweise durch einen Herstellungsprozess magnetisiert werden. Bewegt man diese Räder nun, so erzeugen sie äusserst starke magnetische Wechselfelder in der Grössenordnung von einigen Tausend Nanotesla (also einem Vielfachen von dem, was als Anlagegrenzwert für Hochspannungsleitungen gilt). Durch die Entmagnetisierung von Rädern kann die Erzeugung von magnetischen Wechselfeldern während der Fahrt um mehr als Faktor 10 reduziert werden - in der Regel kommt man so in einen gesundheitlich unbedenklichen Bereich. Erst wenige Garagen sind aber auf dem neusten Stand der Wissenschaft und bieten diesen Service an, so etwa diese Garagen.

Auch im Niederfrequenz-Bereich könnte die Liste der Elektrosmog verursachenden Geräte, Leitungen oder Gegenstände noch seitenlang fortgesetzt werden. Folgende allgemein gültigen Ratschläge können aber gegeben werden:
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Soweit möglich, Distanz zu unter Spannung stehenden Elektrokabeln schaffen.
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Phasenverkehrt (nur bei 2-poligen Steckern möglich) eingesteckte Verbraucher, die über einen mechanischen Schalter verfügen, korrekt anschliessen (kann mit einem berührungslosen Spannungsprüfer ermittelt werden).
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Bei der Positionierung der Schlafstelle daran denken, dass Wände für Magnetfelder kein Hindernis darstellen (kein Boiler, TV etc. hinter der Schlafzimmerwand).
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Keine Elektrokabel in Bettnähe - am Besten nachts das Schlafzimmer und angrenzende Zimmer spannungsfrei machen (Sicherungen raus --> Ev. kann dies aber die Feldsituation verstärken / messtechnische Überprüfung!).
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